Zu Gast in Sömmerda
Sascha Stengel, 29.10.2017
Am heutigen, für uns spielfreien, Sonntag besuchte ich ein Spiel der B-Junioren in Sömmerda. Immerhin spielen dort mehrere Spieler aus Kölleda für die Kreisstadt. Betreut wird die Mannschaft von dem uns sehr geschätzten und erfahrenen Trainer Manfred Müller.
Gespielt wurde auf dem etwas kleineren zweiten Kunstrasenplatz gegen den TSV aus Kerspleben. Bei extrem stürmischen und regnerischen Wetter, erwischte der Gast die bessere Anfangsphase und nutzte seine erste Möglichkeit gleich zur 1:0 Führung. Nach einem durcheinander im eigenen Strafraum konnten die Gastgeber den Ball nicht klären und so bekam man gleich die kalte Dusche.
Sömmerda, mit den eindeutig besseren Spielanlagen, konnte aber in der 10. Minute bereits durch Mustafa Hussaini ausgleichen. Eine kuriose Szene gab es dann fünf Minuten vor der Halbzeit. Nach einem Pressschlag tauchte ein Sömmerdaer Spieler ganz allein vor dem gegnerischen Tor auf und versenkte den Ball auch im Kasten. Nach einer Rudelbildung um den Schiedsrichter, wobei auch der Gästetrainer am Mittelkreis auftauchte, entschied der Unparteiische dann doch auf Abseits und der Treffer wurde nicht anerkannt und es ging mit 1:1 in die Halbzeit.
War die Partie in der ersten Halbzeit noch relativ ausgeglichen konnte Sömmerda die zweite Halbzeit nach Belieben bestimmen. Allerdings verstand es die Mannschaft nicht selbst beste Chancen in Tore umzumünzen. Wie das dann oft so ist hatte der Gast dann in der 70. Minute die Möglichkeit nach einem Konter selber in Führung zu gehen. Nachdem der Torwart bereits umkurvt war konnte ein Sömmerdaer Spieler noch vor der Linie retten.
In den letzten zehn Minuten hatte Sömmerda dann noch drei hochkarätige Chancen, u.a. einen Pfostentreffer. Aufgefallen ist mir auch, dass einige Spieler noch nicht richtig mit ihren Emotionen umgehen können. Zum Beispiel blieb der Spieler der den Pfostentreffer hatte, mindestens eine halbe Minute hinter dem Tor stehen, obwohl die eigene Mannschaft schon wieder in Ballbesitz war und Richtung gegnerisches Tor drängte. In der letzten Minute kam es dann noch zu einer Rudelbildung, die fast in einer Prügelei endet. Resultat: eine Gelb/Rote für die Gäste, eine Gelbe und eine glatt Rote für den Gastgeber. Dieses unprofessionelle Verhalten fiel mir schon im ganzen Spiel auf und davon zeugen auch die 14 gelben und eine Rote Karte in nur 6 Spielen. Da sollten sich mal einige Jungs hinterfragen, ob sie sich damit etwas Gutes tun. Man schwächt damit nur seine eigene Mannschaft.
Der Schiedsrichter hatte dann auch die Faxen dicke und beendete die Begegnung beim Stand von 1:1.